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Sonntag, 26. Juni 2011
Die Garfagnana
italienfreund, 21:05h
Beim Stichwort "Toskana" denkt man meist an die bekannten Städte Florenz, Pisa, Siena und an die sanfte Hügellandschaft des Chianti. Eher unbekannt ist die Region Garfagnana in der Provinz Lucca, die nördlich der Stadt Lucca zwischen dem Apennin und den Apuanischen Alpen liegt und vom Fluss Serchio durchflossen wird.

Das wellige grüne Gebirgstal ist sehr regenreich und dicht bewaldet mit Eichen, Edelkastanien und Pinien. Hier zeigt sich die Toskana von einer ganz anderen Seite - wildromantische Landschaften, beeindruckende Gebirgsgipfel, malerische Orte, Stille und unberührte Natur, dies alles hat so gar nichts mit dem typischen Klischee der Toskana zu tun. Wer in die Garfagnana reist weicht von den ausgetretenen Touristenpfaden ab und wird von der faszinierenden Landschaft in ihren Bann gezogen; und es sind nicht nur Berg- und Wanderfreunde, die diese Region schätzen. Die Menschen sind sehr gastfreundlich, die Küche ist schmackhaft und die Ausblicke sind überwältigend, ein guter Grund, einmal in die Garfagnana zu reisen.
Schon von jeher gilt die Garfagnana als mystische Gegend, unzählige Sagen und Geschichten von Hexen, Zauberei und dem Teufel ranken sich um die Region. Doch auch der christliche Glaube spielte hier eine große Rolle, davon zeugen unzählige Klöster, Kirchen, Einsiedeleien und kleine Kapellen. Besonders beeindruckend ist die Einsiedelei "Eremo di Calomini", die an einer steilen Bergwand in den Fels gehauen wurde. Auch viele kleine Dörfer kleben wie Bienenwaben an den Hügeln, mühsam angelegte Terrassenfelder ermöglichen den Anbau von Getreide und Gemüse.
Ortschaften
Der Hauptort der Garfagnana ist die kleine Stadt Castelnuovo di Garfagnana, die am Zusammenfluss des Wildbachs Turrite Secca mit dem Fluss Serchio liegt. Sehenswert ist vor allem der Dom mit der Terracotta-Gruppe "Joseph und seine Brüder", die aus dem Umfeld der Künstlerfamilie della Robbia stammen soll.
Bagni di Lucca ist ein kleiner Kurort in schöner Hanglage mit einem etwas morbiden Charme. Bereits im 18. Jahrhundert kamen britische Reisende in den Ort, in dem 19 Thermalquellen mit 38-54 °C sprudeln. Der deutsche Dichter Heinrich Heine verewigte das Städtchen in seinem 1828 erschienen Buch "Die Bäder von Lucca", ihm zu Ehren wurde im Jahr 1963 in Bagni di Lucca eine Gedenktafel aufgestellt.
Die Stadt Barga ist zweigeteilt, die Altstadt mit dem imposanten romanischen Dom liegt auf einer Anhöhe, der neuere Stadtteil liegt unterhalb. Der Dom ist vor allem wegen seiner Marmorkanzel von Guida da Como bekannt. Von der großen Domterrasse bietet sich ein fantastischer Blick auf das Serchio-Tal und die Apuanischen Alpen. In der Nähe von Barga lebte von 1895 bis 1912 der Dichter Giovanni Pascoli, in seinem Geburtshaus befindet sich heute ein Museum.
Sehenswürdigkeiten
In der Stadt Borgo a Mozzano führt die "Ponte della Maddalena" über den Flusse Serchio. Die ungewöhnliche Bogenbrücke soll im Jahr 1101 von Mathilde von Canossa in Auftrag gegeben worden sein. Einer Legende nach soll die Brücke jedoch vom Teufel gebaut worden sein, sie wird deshalb auch Teufelsbrücke ("Ponte del Diavolo") genannt.
Sehr empfehlenswert ist ein Besuch der "Grotta del Vento", einer eindrucksvollen Tropfsteinhöhle. Hier gibt es neben den Stalagmiten und Stalaktiten auch einen See, unterirdische Wasserläufe und bunte mineralische Ablagerungen.

Das wellige grüne Gebirgstal ist sehr regenreich und dicht bewaldet mit Eichen, Edelkastanien und Pinien. Hier zeigt sich die Toskana von einer ganz anderen Seite - wildromantische Landschaften, beeindruckende Gebirgsgipfel, malerische Orte, Stille und unberührte Natur, dies alles hat so gar nichts mit dem typischen Klischee der Toskana zu tun. Wer in die Garfagnana reist weicht von den ausgetretenen Touristenpfaden ab und wird von der faszinierenden Landschaft in ihren Bann gezogen; und es sind nicht nur Berg- und Wanderfreunde, die diese Region schätzen. Die Menschen sind sehr gastfreundlich, die Küche ist schmackhaft und die Ausblicke sind überwältigend, ein guter Grund, einmal in die Garfagnana zu reisen.
Schon von jeher gilt die Garfagnana als mystische Gegend, unzählige Sagen und Geschichten von Hexen, Zauberei und dem Teufel ranken sich um die Region. Doch auch der christliche Glaube spielte hier eine große Rolle, davon zeugen unzählige Klöster, Kirchen, Einsiedeleien und kleine Kapellen. Besonders beeindruckend ist die Einsiedelei "Eremo di Calomini", die an einer steilen Bergwand in den Fels gehauen wurde. Auch viele kleine Dörfer kleben wie Bienenwaben an den Hügeln, mühsam angelegte Terrassenfelder ermöglichen den Anbau von Getreide und Gemüse.
Ortschaften
Der Hauptort der Garfagnana ist die kleine Stadt Castelnuovo di Garfagnana, die am Zusammenfluss des Wildbachs Turrite Secca mit dem Fluss Serchio liegt. Sehenswert ist vor allem der Dom mit der Terracotta-Gruppe "Joseph und seine Brüder", die aus dem Umfeld der Künstlerfamilie della Robbia stammen soll.
Bagni di Lucca ist ein kleiner Kurort in schöner Hanglage mit einem etwas morbiden Charme. Bereits im 18. Jahrhundert kamen britische Reisende in den Ort, in dem 19 Thermalquellen mit 38-54 °C sprudeln. Der deutsche Dichter Heinrich Heine verewigte das Städtchen in seinem 1828 erschienen Buch "Die Bäder von Lucca", ihm zu Ehren wurde im Jahr 1963 in Bagni di Lucca eine Gedenktafel aufgestellt.
Die Stadt Barga ist zweigeteilt, die Altstadt mit dem imposanten romanischen Dom liegt auf einer Anhöhe, der neuere Stadtteil liegt unterhalb. Der Dom ist vor allem wegen seiner Marmorkanzel von Guida da Como bekannt. Von der großen Domterrasse bietet sich ein fantastischer Blick auf das Serchio-Tal und die Apuanischen Alpen. In der Nähe von Barga lebte von 1895 bis 1912 der Dichter Giovanni Pascoli, in seinem Geburtshaus befindet sich heute ein Museum.
Sehenswürdigkeiten
In der Stadt Borgo a Mozzano führt die "Ponte della Maddalena" über den Flusse Serchio. Die ungewöhnliche Bogenbrücke soll im Jahr 1101 von Mathilde von Canossa in Auftrag gegeben worden sein. Einer Legende nach soll die Brücke jedoch vom Teufel gebaut worden sein, sie wird deshalb auch Teufelsbrücke ("Ponte del Diavolo") genannt.
Sehr empfehlenswert ist ein Besuch der "Grotta del Vento", einer eindrucksvollen Tropfsteinhöhle. Hier gibt es neben den Stalagmiten und Stalaktiten auch einen See, unterirdische Wasserläufe und bunte mineralische Ablagerungen.
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